BL Nord: Drei Teams Kopf an Kopf

Geschrieben von  //  8. Dezember 2015  //  Frauen  //  Kommentare deaktiviert für BL Nord: Drei Teams Kopf an Kopf

 

Nordliga: Ein Trio mit Schneverdingen, Selsingen und Kaulsdorf

Ohne Satzverlust kehrte der TV Jahn Schneverdingen mit vier Tagespunkten aus Bardowick zurück und übernahm damit aufgrund des besten Satzverhältnisses gegenüber Selsingen und Kaulsdorf die Tabellenspitze. Dort siegte man zunächst über den Ahlhorner SV, dem es nicht gelang trotz vieler Chancen einen Satzgewinn zu erspielen, mit 3:0 (11:5; 13:11; 12:10). Daran schloss sich ein weiterer glatter 3:0-Erfolg (11:7; 11:9; 11:6) über die Gastgeberinnen vom TSV Bardowick an. Damit übernimmt der TV Jahn Schneverdingen mit seiner jungen Mannschaft vorerst die Tabellenführung, dicht gefolgt vom MTSV Selsingen und der SG Stern Kaulsdorf. Trainerin „Tine“ Seitz dürfte zwar mit der Punktausbeute und der Vorstellung ihrer Nachwuchsspielerinnen zufrieden sein, nicht jedoch mit der hohen Eigenfehlerquote im Angriff sein. Sehenswerte Treffer wechselten sich dort mit unkonzentrierter Spielweise an der Leine ab.

Einen hart umkämpften Sieg erspielten sich die Ahlhornerinnen gegen die Gastgeberinnen. Erst in der Verlängerung des fünften Satzes fiel die denkbar knappe Entscheidung zugunsten des erfahreneren Teams (8:11; 11:3; 10:12; 11:8; 13:11). Während sich der amtierende Deutsche Meister Ahlhorn weiterhin im Mittelfeld der Tabelle hält, befindet sich der Aufsteiger Bardowick auf Platz sechs.

Keinen guten Tag erwischte das Team vom SV Moslesfehn, das den VfK Berlin sowie den MTSV Selsingen empfing. Die 1:0-Satzführung gegen den MTSV konnte das Team aus dem Oldenburger Land nicht ausbauen, während Selsingen die folgenden drei Durchgänge und somit das Spiel mit 3:1 (9:11; 11:9; 11:7; 11:8) für sich entschied. In einem äußerst knappen Spiel duellierte man sich mit dem VfK Berlin. Auch hier gelang es zunächst die Satzführung zu übernehmen, doch behielten die Gäste am Ende die Nase vorn. Dieser 3:1-Erfolg (10:12; 12:10; 13:11; 11:5) bedeutet zwei wichtige Punkte in Sachen Klassenerhalt für die Aufsteiger, die damit auf Rang 5 klettern. Phasenweise hielt die Mannschaft um Kapitänin Bianca Wenzel beim DM-Aspiranten aus Selsingen mit. Doch schließlich setzte sich einmal mehr der MTSV zum 3:1-Sieg (12:10; 11:2; 10:12; 11:9) durch.

Zwei weitere Siege darf die SG Stern Kaulsdorf feiern. Einer deutlichen Führung gegenüber dem VfL Kellinghusen folgte eine Aufholjagd der Gastgeber, die jedoch nicht zum besseren Ende für die Holsteinerinnen führte. Mit 3:1 (11:1; 11:4; 13:15; 14:12) verließ die Mannschaft aus Berlin als Sieger das Feld. Auch dem TSV Schülp gelang es nicht, die Kaulsdorferinnen von der Siegesspur abzubringen. Erst im fünften Satz fiel die Entscheidung zu Gunsten der SG (5:11; 11:9; 11:8; 7:11; 11:7), die den derzeitigen DM-Platz weiterhin halten und den Vorsprung sogar auf vier Punkte ausbauen konnte. In Bedrängnis gerät zunehmend der TSV Schülp, der nach einer weiteren bitteren 2:3-Niederlage (11:13; 5:11; 11:6; 11:8; 2:11) gegen den VfL Kellinghusen das Schlusslicht der Tabelle bildet.

Bericht: Sandra Wortmann/Jueme Foto: Tobias Harder

Tabelle BL Nord:

Platz Mannschaft Spiele Sätze Punkte
1. TV Jahn Schneverdingen 6 15:4 10:2
2. MTSV Selsingen 6 16:6 10:2
3. SG Stern Kaulsdorf 6 16:8 10:2
4. Ahlhorner SV (DM) 6 10:12 6:6
5. VfK 01 Berlin (N) 6 12:14 4:8
6. TSV Bardowick (N) 6 10:15 4:8
7. SV Moslesfehn 6 9:14 4:8
8. VfL Kellinghusen 6 9:16 4:8
9. TSV Schülp 6 9:17 2:10
 

 

 

Tabelle BL Süd
Platz Mannschaft Spiele Sätze Punkte
1. TV Vaihingen/Enz 6 18:3 12:0
2. TSV Calw 6 14:7 8:4
3. TSV Niedernhall 6 12:8 8:4
4. TSV Dennach 4 10:4 6:2
5. TG Landshut 4 10:5 6:2
6. TSV Gärtringen 6 8:13 4:8
7. SV Tannheim (N) 4 8:9 2:6
8. TV Unterhaugstett 6 4:17 2:10
9. TV Bretten (N) 6 0:18 0:12

 

Nikolausfausten bei den Südligafrauen

 

Am Nikolaustag versammelten sich sechs Mannschaften der Frauen-Südliga zum Schlagabtausch beim TV Unterhaugstett und dem TV Bretten. Hierbei belohnte der Nikolaus Vaihingen und Calw mit jeweils 4:0 Punkten und sicherte den Orangenen wieder einen Platz an zweiter Stelle und dem TV Vaihingen die fortlaufende Tabellenführung.

Beim TV Unterhaugstett begrüßte der Nikolaus die Gäste aus Calw und Gärtringen und hieß sie mit einem süßen Schokogruß willkommen in der Bad-Liebenzeller-Halle. Nachdem man so herzlich empfangen wurde, musste dann aber doch pünktlich um 11 Uhr die Freundschaft erst mal bei Seite geschoben werden und der gesunde Konkurrenzkampf an den Tag gelegt werden. Im ersten Spiel sahen sich die Ausrichter vom TVU dem TSV Gärtringen gegenüber. Zunächst gelang dem TSV ein besserer Start und konnte die jungen Damen vom TVU mit 7:11 besiegen. Doch der TVU zog gleich im zweiten Satz nach und zeigte den Gästen beherzte Kampfbereitschaft. Die Belohnung war ein Satzausgleich mit 13:11 für Unterhaugstett. Was so viel versprechend aussah, konnte im dritten Satz auf Haugstetter Seite leider nicht weitergeführt werden. Mit dem Seitenwechsel, wechselte auch wieder die Erfolgsfront. Ein sehr deutlicher Satzverlust für den TVU folgte, Gärtringen schon sich wieder zuvor mit 3:11 ging der Satz an die erfahrenen Frauen. So deutlich sollte dieses Spiel aber nicht fortlaufen. Haugstett reagierte und Trainer Stefan Koch versammelte seine Frauen noch einmal in der Satzpause und schien die richtigen Worte zu finden. Nach einigen Umstellungen und Variationen drehten die Rubos Negros wieder auf und gaben sich mit den Gästen vom TSV Gärtringen ein Kopf-An-Kopf-Rennen um den vierten Satz. Schlussendlich vergab der TVU dann aber die Führung am Ende durch Fehler im Angriff und das Spiel endetet hauchdünn mit 12:14 für die Gäste. Nach 15-minütiger Pause duellierten sich die eben noch siegreichen Frauen aus Gärtringen dann mit dem TSV Calw. Die gut besetzten Calwer Löwen hatten in diesem Spiel die Nasen vorn, relativ deutlich und sicher konnten sie sich die Frauen aus Gärtringen vom Kragen halten und gingen nach 3 Sätzen (6:11, 3:11, 8:11) als Siegerinnen vom Platz. Danach stand das letzte Spiel des Tages an: TV Unterhaugstett vs. TSV Calw – das erstmaliges Aufeinandertreffen für TSV-Angreiferin Alica Erlenmayer jetzt im orangenen Trikot auf ihre ehemaligen Spielkameradinnen vom TVU.  Eine etwas nervöse und angespannte Stimmung auf beiden Spielfeldhälften zog sich durch das gesamte Spiel hindurch. Auf beiden Seiten gab es immer wieder Stockfehler im Angriff und im Zuspiel. Trotzdem konnten sich die Orangenen schlussendlich durchsetzen und gewannen das Duell in nur 3 Sätzen (6:11, 9:11, 5:11).

Ein weiterer Ausrichter am Nikolaus war der TV Bretten, bei dem die Vaihinger und Niedernhaller Frauen eintrudelten. Die erste Begegnung lieferten sich die Ausrichterinnen aus der Melanchtonstadt  gegen die Spitzenmacht aus Vaihingen/Enz. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten beiderseits fanden dann die Vaihinger Frauen ein wenig früher als der TVB zu gewohntem Spielfluss und ging mit 6:11 in Satzführung. Spätestens im zweiten Satz stand die Vaihinger Abwehr wieder bockstark im Feld und Zuspielerin Natalie Lochmahr konnte ihre Angreiferinnen in gute Position bringen. Bretten zeigte jedoch auch eine gute Leistung und konnte aus der Angabe, sowie dem Rückschlag super Bälle platzieren. Doch die Abwehr der Gegner stand zu sicher und routiniert. Mit einer guten Leistung mussten sich die Ausrichterinnen nach zwei weiteren verlustreichen Sätzen (11:5, 11:5) geschlagen geben, konnten aber mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein. Daraufhin rückte der TSV Niedernhall auf das Spielfeld gegen die starken Frauen vom TVV. Dieses Spiel war geprägt von Eigenfehlern auf Seiten der Niedernhaller und machte es dem gut eingespielten Team um Spielführerin Natalie Lochmahr nicht wirklich schwer. Unbeeinflusst vom Niedernhaller Spiel platzierten die Angreiferinnen vom TVV ihre Bälle im gegnerischen Feld und fuhren einen weiteren 3:0-Sieg ein (11:4, 11:5, 11:5). Während Bretten sich wieder warm lief, bekam der TSV Niedernhall eine kurze Verschnaufs- und Reflektionspause, welche gute Wirkung zu haben schien. Bretten startete wiederholt unsicher und verschlafen ins Spiel, was folglich einen bitteren 2:11-Satzverlust brachte. Niedernhall zeigte sich wieder in gewohnter Stärke und überrollte die Ausrichterinnen nahezu. Im zweiten Satz erlitt der TSV dann wieder eine Schwächephase und brachte die Brettener Frauen mit zahlreichen Eigenfehlern zurück ins Spiel. Was schon fast nach einem Satzgewinn für Bretten aussah, konnte dann aber wieder ins rechte Licht für den TSV gerückt werden: Satz 2 ging in der Verlängerung knapp mit 11:13 an den TSV Niedernhall. Das Wechselbad der Niedernhaller Frauen wurde im dritten Satz beendet und die Eigenfehlerquote konnte zunehms reduziert werden. Bretten gelang es nicht nochmal so dicht ran zu kommen und musste dem TSV den Sieg auch dann wieder überlassen (5:11).

Bericht: Sandra Janot

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