Österreich: Final 3 im Volksbankstadion von Vöcxklabruck

Geschrieben von  //  25. Juni 2015  //  International  //  Kommentare deaktiviert für Österreich: Final 3 im Volksbankstadion von Vöcxklabruck

Bundesliga Showdown in Vöcklabruck! Alle jagen FBC ABAU Urfahr

Freitag und Samstag steigt im Volksbankenstadion in Vöcklabruck das Faustball Bundesliga Final 3 der Frauen und Männer. Am Freitag bestreiten Wels und Neusiedl (Frauen) bzw. Freistadt und Kremsmünster (Männer) die Qualifikationsspiele. Am Samstag treffen die Sieger auf die gesetzten Teams aus Linz. Der FBC Urfahr könnte erstmals in der Geschichte der Faustball Bundesliga in beiden Ligen den Meister stellen.

Stefan Huemer vom Ausrichter Union Tigers Vöcklabruck lud zur Pressekonferenz im UNION Landessportzentrum in Linz und versprach ein Faustballevent der Extraklasse. Im Stadion in Vöcklabruck werden die Österreichischen Meister 2015 am Feld ermittelt. Vöcklabruck bekam den Zuschlag des Verbandes, weil die Tigers in der Vergangenheit schon oft bei Events ihr Organisationskönnen unter Beweis gestellt haben. ÖFBB Generalsekretär Hannes Dinböck: „Vöcklabruck engagiert sich besonders für den Nachwuchs. Nach der U18 EM im Jahr 2013 war es für uns leicht, den Tigers wieder ein ÖFBB Großevent zu geben, diesmal im Erwachsenenbereich.“ Die Tigers sind im Viertelfinale bei den Männern knapp an Raiffeisen Kremsmünster gescheitert. Dinböck betont das Final 3 als Auftakt einer Serie von Großevents, die auch teilweise in Österreich stattfinden (U21 männlich EM in Peilstein), bis hin zur Männer Weltmeisterschaft im November in Cordoba (Argentinien).

Im Duell um den Frauenmeistertitel geben sich die Verfolger kämpferisch. ÖTB TV Neusiedl-Coach Reinhard Exner euphorisch: „Unser erklärtes Ziel ist der Meistertitel. Wir haben gegen Wels und Urfahr gute Spiele gemacht und sind zuversichtlich.“ FSC Wels 08 Trainer Walter Zöttl kontert: „Wir haben kein gutes Frühjahr gespielt und sind – wenn man die Bonuspunkte wegzählt – Sieger des Meister Play Off.“ Wels hat nur gegen Urfahr verloren und ist heißt auf das Finale. In den letzten fünf Final 3-Entscheidungen war Wels immer dabei und geht mit viel Selbstvertrauen ins Halbfinale.

Die Linzerinnen aus Urfahr stehen vor einer besonderen Herausforderung. Kapitän Birgit Kempinger: „Uns freut es natürlich, dass wir mit unseren Männern direkt im Finale stehen. Wir sind durch eine starke Herbstrunde und ein gutes Frühjahr belohnt worden.“ Bei Urfahr wird Zuspielerin Nicole Hennerbichler (schwanger) fehlen. Wer im Finale auf die Linzer trifft, ist Kempinger egal: „Wir haben zwar gegen Wels 4:0 gewonnen und gegen Neusiedl 3:4 verloren, entscheiden wird die Tagesform. Beide Gegner sind stark, aber auch bezwingbar.“, so die 27jährige.

Laut aktueller Online-Umfrage glauben 61,1% an einen Meister aus Linz. Der letzte Frauenmeister aus Urfahr stammt aus dem Jahr 2009. Titelverteidiger Arnreit konnte sich erstmals seit vielen Jahren nicht für eine Meisterschaftsentscheidung qualifizieren. Hauptangreiferin Maggy Lindorfer fehlte verletzungsbedingt.

Mei den Männern kämpfen Kremsmünster und Freistadt um das Finale gegen Titelverteidiger Urfahr. Kremsmünster Coach Dietmar Winterleitner bestätigt die Online-Umfrage: „Nur 13,5% tippen auf uns. Das stimmt schon, weil wir ein fürchterliches Frühjahr gespielt haben und nur mit Glück dabei sind.“ Kremsmünster hofft auf eine Steigerung, vor allem im Angriff. „Meiner Spieler sind fokussiert auf das Halbfinale bei Flutlicht. Der späte Beginn um 20.30 Uhr macht uns nichts aus.“, so Winterleitner.

Gegner Union Compact Freistadt denkt noch nicht an den Meistertitel. „Wir wollen zuerst das Halbfinale überstehen. Wir sind vor Kremsmünster gewarnt. Die werden nicht noch einmal so schlecht spielen wie vor ein paar Wochen.“ Die Mühlviertler könnten bei einem Sieg das letztjährige Finale wiederholen, wo sie gegen Urfahr mit 2:4 den Kürzeren zogen. Bei Freistadt sind auch alle Spieler fit und einsatzfähig. Diese Woche bestreiten sie noch das OÖ-Cup-Halbfinale als letzten Feinschliff für Freitag.

ABAU Urfahr Kapitän Sigi Simon, bekennender Eishockey Fan begann sein Statement mit einem Spruch aus der Linzer Eishalle: „Linz ist wieder komplett. Nach dem schwierigen Herbst, wo drei Stammspieler verletzt fehlten und nur Rang vier herausschaute, sind wir jetzt wieder zurück.“ Auch Max Horber, Legionär aus Deutschland ist seit zwei Wochen wieder einsatzfähig und steht Trainer Leitner am Samstag zur Verfügung. Die Linzer haben 2015 am Feld noch KEIN Spiel verloren. Sieg beim Turnier in Stuttgart, ungeschlagen ins Viertelfinale gekommen, dort mit 2:0 gegen Wels gewonnen und auch im OÖ Cup Finale vertreten – So sieht die Erfolgsbilanz der Linzer 2015 am Feld aus. Laut Online-Umfrage hat Compact Freistadt mit 46,9% die beste Chance auf den Meister, knapp vor Urfahr mit 39,6%.

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