Österreich: Final three Frauen und Männer Halle 2015

Geschrieben von  //  24. Februar 2015  //  International  //  Kommentare deaktiviert für Österreich: Final three Frauen und Männer Halle 2015

Faustball Hallen-Showdown in Kremsmünster

Am Wochenende steigt in der Bezirkssporthalle Kremsmünster der Showdown der Faustball Hallen Bundesliga. Beim Final 3 jagen die Frauen von Wels und Neusiedl Titelverteidiger Arnreit und die Männer des FBC Urfahr und der Hausherren aus Kremsmünster Grunddurchgangssieger Freistadt. Bei der Pressekonferenz im Linzer Presseklub legten alle Teams offen die Karten auf den Tisch.

Ausrichter TuS Raiffeisen Kremsmünster wird als schon routinierter Eventorganisator den Mannschaften eine perfekte Showbühne zur Verfügung stellen. Zum ersten Mal bei einem Hallenfinale in Kremsmünster werden die Frauen bei dem Seit 2009 ausgetragenen Final 3 Modus mit Frauen und Männer am Start sein. Presseverantwortlicher Gerald Winterleitner: „Wir rechnen mit zweimal 500 Zuschauer in der Halle. Nach jedem Spiel wird es einen MVP (wertvollsten Spieler) geben, der einen Spezialpreis aus der Region bekommt.“ Wettkampfpremiere wird der neue Spielball der Männer haben. Der österreichische Ballhersteller Sportastic präsentiert den neuen „WM Ball“ für Cordoba im November.

Bei den Frauen kommt es im Qualifikationsspiel am Samstag um 13 Uhr zum Duell FSC Wels 08 gegen Neusiedl. Wels Trainer Walter Zöttl ist von der frühzeitigen Quali fürs Final 3 seiner Mannschaft sehr positiv überrascht und will natürlich mehr: „Bei der Konkurrenz in der Liga Rang zwei zu belegen macht mich zufrieden. Neusiedl sollte im Semifinale keine Hürde sein. Wir wissen, wie Neusiedl spielt und wissen, was wir können.“, so Zöttl. Für Neusiedl kam die Quali erst im letzten Spiel, dank dem Umfaller von Nußbach gegen FBC Urfahr. Coach Reinhard Exner: „Wir sind mit Glück hineingerutscht, auch wenn wir in der Rückrunde Urfahr und Nußbach geschlagen haben. Wir haben unser Minimalziel erreicht und können jetzt unbekümmert gegen Wels spielen.“, so Exner. Die bisherigen Duelle in der Halle sprechen aber für Wels, die zwei Mal 3:0 siegten. Titelverteidiger und Grunddurchgangssieger Arnreit ist beim Anlauf zu Meister Nr. 16 vor allem vor Neusiedl gewarnt. „Die haben uns in der Hinrunde fast geschlagen. Es wird kein Spaziergang für uns, wir müssen Vollgas geben. Es geht auch ums Europacupticket, das nur der Meister bekommt.“ Arnreit hat Anfang Jänner das EC Finale verloren und ist somit nächstes Jahr nicht mehr gesetzt. Arnreit Trainer Gerald Herrnbauer wird das Final 3 nur mit Gipsfuss absolvieren können. Er verletzte sich beim Training mit seinen girls am Sprunggelenk, Diagnose Seitenbandriss. Arnreit hat im Grunddurchgang alles gewonnen und wird auch am Wochenende schwer zu schlagen sein. Wels-Trainer Walter Zöttl bringt es auf den Punkt: „Wenn in einem Finale Arnreit und der Gegner ihr bestes Faustball zeigen, gewinnt Arnreit. Wenn Neusiedl oder wir unser bestes zeigen und Arnreit nicht, kann es knapp werden.“

Bei den Männern kommt es im Qualispiel zum Duell zwischen Hausherr Kremsmünster und FBC Urfahr. Der Sieger trifft am Sonntag  auf Grunddurchgangssieger Freistadt. Stefan Wohlfahrt, Zuspieler des TuS geht mit seinem Team mit viel Selbstvertrauen in das Spiel: „Wir haben die Rückrunde ungeschlagen gewonnen und in der Schweiz das bestbesetzte Hallenturnier Europas gewonnen.“ Angeschlagen bei Kremsmünster ist Nebenangreifer Richie Huemer, der noch die ganze Woche Antibiotika einnehmen muss. Trainer Dietmar Winterleitner liegt auch noch mit Fieber im Bett. Dafür ist Florian Winterleitner nach seiner Knochenabsplitterung wieder fit und im Kader fürs Wochenende. Gegner FBC Urfahr ist erstmals seit dem Meistertitel 2009 wieder im Final 3 dabei. Trainer Manfred Leitners realistische Einschätzung: „Wir haben sicher die Quali geschafft, haben aber unser Leistungsoptimum noch nicht erreicht. Wir haben Probleme im Service und wissen noch nicht, ob Kapitän Simon Sigi zu 100% einsatzfähig ist.“, so Leitner. Der 33jährige Zuspieler der Linzer hat von medizinischer Seite nach seiner Schulter OP im August grünes Licht bekommen. Die Spielpraxis und das Vertrauen bei schwierigen Abwehrbällen fehlt allerdings noch. Es wird einen Leinenduell zwischen Klemens Kronsteiner und dem Linzer Max Horber geben. Der 1,98 Meter-Hühne aus Augsburg in Reihen der Linzer soll am Netz Blockerkönig Kronsteiner entschärfen. „Es wird sicher ein sehenswertes Duell, die Chancen liegen aber mit 80:20 bei Kremsmünster.“, so Leitner.
Freistadt steigt im Finale am Sonntag ein und will die verpatzte Chance vom Vorjahr vergessen machen. „Wir sind das sechste Mal in Serie im Final 3 und jetzt das zweite Mal hintereinander direkt im Finale.“, so Tom Leitner, der mit seinem Team um den ersten Hallenmeister in der Geschichte Freistadts kämpft. In der vergangenen Saison hat Freistadt den direkten Finaleinzug nicht nutzen können und im Finale gegen Grieskirchen knapp verloren. Trainer Andi Woitsch kann auf den gesamten Kader zurückgreifen und will die Favoritenrolle am Papier auch in die Tat umsetzen. Der Hallenmeister aus 2014, FG Grieskirchen/Pötting ist in Kremsmünster nicht dabei. Aufgrund der Verletzung von Hauptangreifer Dietmar Weiß und dem Abgang von Joao Fidelis ist der Meister nicht qualifiziert.
Bericht: Oefbb

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