Bundesliga Nord: Ohne Cindy Nökel nur die Hälfte wert – Bundesliga Süd: Vaihingen gewinnt Verfolgerduell gegen Calw

Geschrieben von  //  20. Mai 2014  //  Frauen  //  Kommentare deaktiviert für Bundesliga Nord: Ohne Cindy Nökel nur die Hälfte wert – Bundesliga Süd: Vaihingen gewinnt Verfolgerduell gegen Calw

Bundesliga Nord:  Ohne Cindy Nökel nur die Hälfte wert

Eine erste, überraschend deutliche Niederlage muss der TV Jahn Schneverdingen gegen den MTSV Selsingen verbuchen. Vor heimischer Kulisse lieferten die Selsingerinnen eine nahezu fehlerfreie Leistung ab, durch die ein klarer 3:0 Sieg erspielt werden konnte. Mit 11:5, 11:5 und 11:6 zog der MTSV dem Deutschen Meister davon, der kaum Gegenwehr leistete. Dem Team war deutlich anzumerken, dass Nationalspielerin Cindy Nökel (bald Ristel) fehlte und Trainerin Tine Seitz keine weitere Wechselmöglichkeit im Angriff hatte. Schnell schlichen sich auch in der Abwehr leichte Fehler ein, die Selsingen zu dem überlegenen und verdienten Sieg verhalfen. Ohne Überraschung verliefen die Begegnungen gegen die Außenseiter der TG Düsseldorf. Gegen Selsingen kamen die Düsseldorferinnen nicht über sieben Punkte im dritten Durchgang des Spiels hinaus und unterlagen den Gastgebern schließlich mit 3:0 (11:2; 11:4; 11:7). Auch gegen Schneverdingen lief es nicht besser. Ein weiteres, deutliches 3:0 (11:3; 11:5; 11:4) bedeutet für die Rheinländerinnen den letzten Platz der Tabelle. Der MTSV Selsingen hingegen steht ohne Satzverlust ungeschlagen an der Tabellenspitze. Schneverdingen landet vorerst auf Platz 4.

Im rheinländischen Leichlingen wurde der Ahlhorner SV seiner Favoritenrolle gerecht, auch wenn die Gegner es der Mannschaft alles andere als leicht machten. Gegen den TSV Schülp startete man konzentriert. Ahlhorns Angreiferinnen konnten die Zuspiele von Janna Meiners mehrfach im Feld der Gegner versenken. Trotz eines Drei-Punkte Vorsprungs im zweiten Durchgang kamen die Schülperinnen noch einmal gefährlich nahe heran, ehe Schülps Angreiferin durch einen Leinenfehler das Ende des Satzes entschied. Anders stellte sich der dritte Satz dar, in dem man zwar auch mit 7:3 in Führung gehen konnte, letztendlich aber den immer sicherer werdenden Gegnern mit 10:12 den Vortritt lassen musste. Mit Imke Schröder in der Rolle des Hauptangreifers waren die Ahlhornerinnen im vierten Durchgang nicht mehr zu bremsen. Mit 11:7 und damit 3:1 (11:7; 12:10; 10:12; 11:7) nach Sätzen ging der ASV als Sieger vom Platz.

Gegen Leichlingen sammelte der ASV noch einmal alle Kräfte und zog im ersten Satz mit 11:6 davon. Leichlingen zeigte sich im Verlauf des Spieles wechselfreudig und konnte Ahlhorn so ein ums andere Mal in die Enge treiben. Am Ende setzen sich die erfahrenen Spieler dank einer soliden Abwehrleistung durch. Mit 3:0 (11:6; 11:7; 11:8) endete das Spiel zu Gunsten der Gäste vom Ahlhorner SV.

Die Begegnung zwischen den Schülperinnen und dem Leichlinger TV war von langen, hart umkämpften Spielzügen geprägt, die oftmals mit dem besseren Ende für das angereiste Team aus Schülp endeten. Dreh- und Angelpunkt des Spiels war Zuspielerin Kim Reimers, die ebenso als Zweitangreiferin erfolgreich war. Leichlingens Abwehr fand kein Mittel, die variablen und platzieren Schläge der Schülperinnen zu entschärfen. Mit 3:0 (11:7; 11:3; 11:6) endete das Spiel zu Gunsten der Schülperinnen. Leichlingen bleibt damit weiter ohne Punkte.

 

Auch wenn das Ergebnis zwischen dem SV Moslesfehn und dem VfK Berlin anderes vermuten lässt, war die Partie zwischen den Teams alles andere als eine klare Sache. Nur knapp konnten sich die Moslesfehnerinnen durchsetzen. In der Verlängerung des ersten Satzes behielt das niedersächsische Team trotz eines 7:10-Rückstandes die Oberhand und ging mit 1:0 in Führung. Ähnlich knapp gestaltete sich auch der zweite Satz, der mit 11:9 zu Gunsten des Kannegießer Teams ausging. Im dritten Durchgang wurde den Zuschauern kein anderes Bild geboten. Erneut mussten die Berlinerinnen in der Verlängerung den Gastgebern den Vortritt lassen, die ohne Satzverlust als glücklicher Sieger zum 3:0 (12:10; 11:9; 12:10) vom Platz gingen.

Einen guten Start erwischten die Moslesfehnerinnen auch im zweiten Spiel des Tages. Trotz der 4:3 Führung der Aufsteiger, behielt das Team einen kühlen Kopf und erspielte sich mit 11:7 die Satzführung. Im zweiten Durchgang gelang es dem MTV Hammah, einen 5:2-Rückstand auszugleichen, doch waren es erneut die erfahrenen Spielerinnen, die mit 11:8 den Satzsieg erspielten. Beim 10:8 im dritten Durchgang sah es schon nach einem eindeutigen Sieg für Moslesfehn aus, ehe die ambitionierten Hammaherinnen noch einmal aufdrehten und vier Mal in Folge zum 12:10 punkteten. Beim 8:8 und 9:9 im nächsten Satz hatte Hammah sogar die Chance, den Satzausgleich zum 2:2 zu erkämpfen, doch zwei Punkte auf Seiten von Moslesfehn entschieden das Spiel zum 3:1 (11:7; 8:11; 10:12; 11:9). Damit sind die Moslesfehnerinnen auf Platz 3 der Tabelle vorgerückt.

Seinen ersten Sieg darf der VfK Berlin feiern, der gegen den MTV Hammah mit 3:1 erfolgreich war. Nach einem knappen ersten Satz (11:9) waren es die Aufsteiger, die Durchgang 2 für sich entscheiden konnten (11:5). Doch im weiteren Verlauf ließen sich die Berlinerinnen nicht von der Siegesspur abbringen und entschieden die folgenden Sätze mit 11:8 und 11:6 für sich. Nach dem 3:1 kann die Mannschaft die ersten Punkte auf dem Haben-Konto verbuchen.

 

Bundesliga Süd: Vaihingen gewinnt Verfolgerduell gegen Calw

TV Vaihingen/Enz gewann zwar den direkten Vergleich mit dem TSV Calw, steckte aber gegen den TSV Niedernhall eine Niederlage ein. TSV Dennach musste gegen Aufsteiger TV Unterhaugstett zwar ziemlich kämpfen, konnte am Ende des Tages aber doch vier Punkte holen.

Zunächst machte der FSV Hirschfelde weiter Boden gut und holte sich vor heimischem Publikum vier Punkte. Aber vor allem der Aufsteiger aus Landshut wehrte sich vehement gegen die drohende Niederlage. Den ersten Satz entschieden die Sächsinnen für sich, ehe Landshut den Satzausgleich und sogar die Satzführung 2:1 holte. Dann gab es die spannendste Phase des Spiels. Hirschfelde konnte durch ein knappes 15:13 den fünften Satz erzwingen und diesen dann ebenfalls äußerst eng mit 13:11 gewinnen. Gegen den ATS Kulmbach hatte das Team um Linda Scholze keine großen Schwierigkeiten. In drei glatten Sätzen holte man auch diese Punkte nach Hause.
Die TG Landshut konnte auch gegen den ATS mithalten. Immer wieder erspielte man die Satzführung, musste sich am Ende jedoch wieder in knappen fünf Sätzen geschlagen geben. So kam der ATS zu seinen ersten Punkten und die TG muss weiter auf ihren ersten Sieg warten.

Der Tabellenführer aus Dennach hatte heute vor heimischer Kulisse vor allem gegen die Aufsteigerinnen vom TV Unterhaugstett zu kämpfen. Nach einem recht ungefährdeten 3:0 gegen den TSV Karlsdorf, bei dem es Trainer Rudolf Reuster erlaubt war, jede Spielerin zum Einsatz zu bringen, fehlte gegen den Neuling die Spannung im TSV-Team. Immer wieder führte mangelnde Konzentration zu leichten Fehlern, sodass Unterhaugstett den ersten Satz verdient gewann. Dann aber setzte sich die Erfahrung doch durch und Dennach gewann, wenn auch nicht spektakulär, die folgenden drei Sätze.
Auch der TSV Karlsdorf tat sich schwer gegen die Schwarzwälderinnen. Dennoch schaffte es das badische Team, ohne Satzverlust gegen den TVU zu gewinnen.

Zwei kleine Überraschungen gab es in Vaihingen/Enz, wo die Gastgeberinnen den direkten Konkurrenten aus Calw schlagen konnten, aber ebenso überraschend gegen den TSV Niedernhall verloren. Vaihingen startete gegen Niedernhall gut ins Spiel und holte sich gleich den ersten Satz. Dann schaffte es der Niedernhaller Angriff, seine Fehlerquote gegen Null zu senken und die TVV-Abwehr gnadenlos unter Druck zu setzen. Der vierte Satz war der entscheidende Knackpunkt im Spiel. Beim Stand von 14:14 verletzte sich Vaihingens Kapitän Corinne Meyer (Verdacht auf Kreuzbandriss) und der TVV musste den Satz abgeben. Die Gastgeberinnen fanden danach nicht mehr richtig ins Spiel und mussten sich dem TSV geschlagen geben.
Gegen den TSV Calw waren die Frauen um Marie-Theres Warnick aber wieder voll konzentriert und gingen mit 2:0 in Satzführung, ehe der TSV wusste wie ihm geschah. Durch das Umstellen von Sarah Schenk auf die Zuspielposition und Elke Schöck auf die rechte Vorderposition, konnte Calw den dritten Satz gewinnen. Dennoch reichte es nicht zu mehr, denn Vaihingen konnte den vierten Durchgang für sich entscheiden und somit das Spiel mit 3:1 verbuchen.
Gegen den TSV Niedernhall tat sich Calw wie immer äußerst schwer. So musste man erst einmal einem 0:2-Satzrückstand hinterherlaufen, schaffte diesen aber durch die erneute Umstellung aufzuholen. Angeführt von einer jetzt druckvoll agierenden Stephi Dannecker konnte Calw das Spiel zu seinen Gunsten drehen und 3:2 gewinnen.

Berichte: Annkatrin Aldinger / Sandra Wortmann

Bild: Rouven Schönwandt

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