Bundesliga-Nrd: Das Feld lichtet sich – TV Jahn gelingt Revanche

Geschrieben von  //  3. Februar 2014  //  Frauen  //  Kommentare deaktiviert für Bundesliga-Nrd: Das Feld lichtet sich – TV Jahn gelingt Revanche

TV Jahn nach 3:1 gegen MTSV Selsingen faktisch neuer Spitzenreiter im Norden

Im Duell der Favoriten behauptete sich der TV Jahn Schneverdingen mit einem 3:1-Sieg über den MTSV Selsingen. Zuvor bezwang man den Güstrower SC mit 3:0, auch Selsingen erfüllte die Pflicht und siegte mit 3:0 glatt.

Ohne große Gefahr für die Schneverdingerinnen verliefen die ersten beiden Sätze im Spiel gegen die Gastgeber vom Güstrower SC, doch im dritten Satz erlaubte sich der TV Jahn eine Schwächephase. Erst zum 15:13 konnte der Favorit die entscheidenden Punkte erzielen und das Spiel mit 3:0 (11:7; 11:7; 15:13) beenden.

Danach war es der MTSV Selsingen, der im Spiel gegen den Deutschen Meister die Zügel zunächst in die Hand nahm, doch steigerte sich der TV Jahn im Verlauf des Spieles. Die folgenden Sätze gingen an das Team von Trainerin Tine Seitz, das gleich drei Mal einen hauchdünnen Vorsprung erspielen konnte. Damit revanchierte sich Schneverdingen für die 3:1-Niederlage in der Hinrunde und kann mit nur einem verlorenen Spiel das Ticket für die DM in Bad Staffelstein schon fast sicher lösen.

Im letzten Spiel des Tages lieferten die Selsingerinnen eine glatte Vorstellung ab. Nach zwei deutlichen Sätzen, ließ man den Güstrower SC im dritten Satz die Verfolgung aufnehmen, jedoch setzte sich auch hier der Favorit zum 3:0-Sieg (11:5; 11:5; 11:9) durch. Für Güstrow wird es nun immer schwieriger, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen.

Zwei glatte Siege fuhr die Frauenmannschaft vom Ahlhorner SV vor heimischer Kulisse ein. Obwohl man nach zwei Niederlagen gegen die SG Stern Kaulsdorf und den VfL Kellinghusen in der Hinrunde nun unter Druck war, um nicht die Hoffnung auf die DM-Quali zu verlieren, meisterte das Team von Trainerin Edda Meiners die Aufgabe ohne Satzverlust. Im Spiel gegen Kaulsdorf agierten die Ahlhornerinnen nahezu fehlerfrei, während Kaulsdorf mit leichten Eigenfehlern zu kämpfen hatte. Auch die platzieren, langen Schläge im dritten Satz brachten die Kaulsdorferinnen nicht in Front. Schließlich siegte Ahlhorn mit 3:0 (11:7; 11:7; 11:6).

Deutlicher verlief das Spiel gegen den VfL Kellinghusen, der den Start verpatzte und den Gastgebern nach einem 11:1 im ersten Satz den Vortritt ließ. Zwar steigerte sich das junge Team im weiteren Verlauf, doch Ahlhorns Angreiferinnen erwischten schonungslos die Lücken in der Kellinghuser Defensive. Nach einem weiteren 3:0 (11:1; 11:8; 11:4) bleibt der ASV vorerst auf Platz drei der Tabelle, auch wenn Kellinghusen  dem Team weiterhin dicht auf den Fersen ist.

Das Spiel zwischen den beiden Gästen stand auf Messers Schneide und konnte knapp von den Kellinghuserinnen in der Verlängerung des fünften Satzes (3:2) gewonnen werden. Zu inkonstant agierte der Aufsteiger, was die Kaulsdorferinnen im Verlauf des Spieles immer wieder gefährlich nah heranbrachte. So gingen die ersten drei Sätze mehr als knapp aus. Den 1:2-Satzrückstand konnten die Kaulsdorferinnen dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung im vierten Satz ausgleichen. Danach sah es im Entscheidungssatz beim Stand von 4:8 schon früh nach einer Niederlage für die Kaulsdorferinnen aus, doch zeigte sich der VfL nervös und Kaulsdorf kam in der Schlussphase sogar in Front. Es gelang Kellinghusen jedoch, zwei Matchbälle abzuwehren, und das Spiel mit 3:2 (11:9; 10:12; 11:9; 6:11; 13:11) noch zu seinen Gunsten zu beenden.

Wichtige Punkte konnten die Teams vom SV Moslesfehn und VfK Berlin an diesem Wochenende einfahren. Während sich Moslesfehn gleich zweimal durchsetzen konnte, gewann Berlin das Spiel gegen die direkte Konkurrenz aus Schülp knapp mit 3:2. Damit ist der Klassenerhalt für Moslesfehn so gut wie gesichert.

Hoch konzentriert präsentierte sich der Gastgeber in der ersten Begegnung des Tages gegen den VfK Berlin. Dort erzielten die Angreiferinnen eine hohe Punktequote, was die Berlinerinnen schnell aus dem Konzept brachte. Ohne Satzverlust ging das Spiel an das Team aus dem Oldenburger Land.

Deutlich mehr Probleme hatte man in der Partie gegen den TSV Schülp. Zwar konnte man die 1:0-Satzführung der Schülperinnen ausgleichen, doch wollten die Gäste nicht kampflos das Ruder aus der Hand geben. Nach einem knappen Sieg im dritten Satz, musste die Entscheidung bis in den fünften hinausgezögert werden. Dort mobilisierten die Moslesfehnerinnen noch einmal alle Kräfte und sicherten sich mit 11:6 den 3:2-Sieg (8:11; 11:7; 10:12; 11:8; 11:6).

Ebenso eng verlief die Partie zwischen dem VfK Berlin und dem TSV Schülp. Variable Angriffe auf Seiten der Schülperinnen hatten die 1:0-Satzführung zur Folge. Im weiteren Verlauf zeigte sich Berlins Trainer Roland Schubert wechselfreudig und brachte sein Team zweimal zum Satzausgleich. Erst im fünften Satz (5:11; 11;9; 9:11; 11:9; 11:6) war der VfK die dominierende Mannschaft, die sich über zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg freuen kann. Für Schülp ist der Abstieg zwar theoretisch noch abzuwenden, doch muss man dafür auf die Schützenhilfe der anderen Teams hoffen.

Bericht: Sandra Wortmann

Calw ist zweiter DM-Teilnehmer aus dem Süden

Nach heftigem Kampf sichert sich der TSV Calw am heutigen Spieltag sein Ticket für die Spiele in Bad Staffelstein. Auch der TV Vaihingen/Enz marschiert weiter in Richtung DM-Endrunde. Landshut und Gärtringen können keinen Boden im Abstiegskampf gut machen.

Der TSV Calw spielte gegen das abstiegsgefährdete Team aus Landshut zunächst einmal mit Ruhe sein Spiel. Dabei wurden die Calwerinnen zum Teil nachlässig und machten unnötige Fehler. Trotzdem hatte die TG Landshut kaum eine Chance und musste eine 3:0-Niederlage hinnehmen. Gegen den ATS Kulmbach konnten die Gastgeberinnen nur im ersten Durchgang mithalten und diesen letztlich auch für sich verbuchen. Doch dann begannen die ATS-Lerinnen zu spielen und die drei folgenden Sätze für sich zu entscheiden, womit das Spiel 3:1 an Kulmbach ging.

Einen erbitterten Kampf lieferten sich die Teams aus Calw und Kulmbach. Calw wollt die Revanche für die bittere 0:3-Niederlage im Hinspiel und den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Der ATS wollte sich eine kleine Chance auf die Deutsche Meisterschaft vor der Haustür bewahren und lange Zeit sah es auch so aus, als würde dies gelingen. Knapp konnte Kulmbach die ersten beiden Durchgänge gewinnen. Genauso ausgeglichen ging das Spiel weiter, jedoch war das Glück in den folgenden drei Sätzen auf Calwer Seite und das Spiel kippte zugunsten der Schwarzwälderinnen. 3:2 hieß es am Ende für Calw. „Hier entschied einzig der Kampf und der eiserne Willen über den Sieg“, so Calws Captain Sandra Janot.

Mit zwei Siegen in eigener Halle konnte auch der Aufsteiger TV Vaihingen/Enz seinen DM-Platz verteidigen. Nur gegen den TSV Niedernhall hatten die Frauen von Trainer Kolja Meyer eine kleine Schwächephase, sodass man den dritten Satz abgeben musste. Dennoch stand am Ende ein 3:1 auf dem Vaihinger Konto. Gegen Gärtringen kam der TVV zu einem 3:0 und kann mit einem Sieg am nächsten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten aus Karlsdorf noch vor dem letzten Spieltag ebenfalls das DM-Ticket lösen.

Weiterhin im Abstiegskampf steckt der TSV Gärtringen, denn auch gegen den TSV Niedernhall konnte der Aufsteiger keine  Punkte mitnehmen. 3:1 ging das Spiel an den TSV, der sich im Mittelfeld festgesetzt hat. Der TSV Gärtringen muss nun am nächsten Spieltag unbedingt gegen die TG Landshut gewinnen und dann gilt es, die Sätze zu zählen.

Bericht: Annkatrin Aldinger

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