Schneverdingen auf dem Wege zur Staffelmeisterschaft
Zu Gast in Berlin konnte der TV Westfalia Hamm seine Ausgangslage für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Calw enorm verbessern, nachdem man gegen die Gastgeber aus der Hauptstadt einen souveränen 3:0-Sieg verbuchte. Im zweiten Satz drohte das Spiel trotz einer 3:8-Führung beim Stand von 8:8 zu kippen, als Ulrike Schubert für Karen Meyer den Hauptangriff übernahm. Hamm zeigte die besseren Nerven (9:11) und ließ dem VfK im dritten Satz kaum noch eine Chance zu punkten. Damit hat Hamm den Vorsprung auf vier Punkte ausbauen können. Lediglich ein Sieg fehlt den Westfälinnen, um nach zwei Jahren zum zweiten Mal die Quali zu einer DM in der Halle perfekt zu machen.
Auch gegen den TV Jahn Schneverdingen zeigte man sich nicht so chancenlos, wie noch in der ersten Begegnung. Nach 1:0-Satzführung hatte man auch im zweiten Durchgang die Chance den Satzball beim Stand von 10:9 zu verwandeln. Diesmal war es das Team um Vize-Europameisterin Cindy Nökel, das die Chancen für sich verwertete. Auch die folgenden Sätze gingen an den Tabellenführer, der damit einen 1:3-Sieg verbuchte.
Ähnliche Anlaufschwierigkeiten zeigten sich in der folgenden Partie gegen den VfK Berlin. Besonders die platzierten Schläge von Karen Meyer erschwerten es dem TV Jahn, der wiederum viele Eigenfehler produzierte, ins Spiel zu finden. In den folgenden Sätzen drehte Schneverdingen den Spieß um und setzte Berlins Defensive mehr und mehr unter Druck. Durch einen weitern 1:3-Erfolg steht Schneverdingen nach wie vor mit einer weißen Weste an der Tabellenspitze, während der VfK seine Chance, die Endrunde aus eigener Kraft zu erreichen, nicht nutzen konnte.
In Ahlhorn geriet der Tabellenzweite zum wiederholten Mal in dieser Saison in die Bedrängnis des Gegners und lieferte sich einen harten Kampf mit dem Altrivalen aus Moslesfehn. Über die maximale Dauer lieferten sich besonders die Angreiferinnen beider Teams einen harten Schlagabtausch, bei dem Moslesfehns Marisa Meyer und Sabine Grüning vor allem defensiv glänzten. Leichte Fehler auf Seiten des SV Moslesfehn gaben den Ausschlag dafür, dass der ASV, der sich in der Endphase der Patrie wiederum gewohnt konzentriert präsentierte, als Sieger vom Platz ging (3:2).
Wenig spektakulär verliefen beide Begegnungen gegen den Aufsteiger vom TSV Leverkusen. Als eine Nummer zu groß stellten sich die erfahrenen Teams aus dem Oldenburger Umland für die Rheinländerinnen heraus. Ohne Satzgewinn kehrt man aus Ahlhorn zurück und muss bis zum letzten Spieltag um einen möglichen Abstieg bangen, wenngleich die Chancen für die Leverkusenerinnen am besten stehen, in der Liga zu bleiben.
Ahlhorn sichert sich die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft, ebenso wie der TV Jahn Schneverdingen, bereits frühzeitig vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende. Auch Moslesfehnhat theoretisch noch eine minimale Chance die Qualifikation zu erreichen.
Spannend wird es noch einmal im Tabellenkeller, nachdem der USC Bochum den ersten Sieg der Saison über die direkte Konkurrenz vom gastgebenden ESV Schwerin erzielen konnte. Dabei setzte der USC die Schwerinerinnen von Anfang an unter Druck und konnte mehrfach über kurz gespielte Bälle punkten. Lediglich im dritten Satz nutzte der Gastgeber die Chance, als sich beim Gegner einige Abstimmungsschwierigkeiten einschlichen. Diese konnten im letzten Durchgang komplett abgeschaltet werden, sodass sich Bochum über die ersten Punkte auf dem Haben-Konto freuen darf.
Keinen guten Start erwischte man hingegen in der Partie gegen den MTSV Selsingen. Zu viele Eigenfehler auf Seiten der Bochumerinnen bescherten Selsingen die 2:0-Satzführung, ehe Bochum noch einmal aufdrehte und Satz drei für sich entschied. Durch taktisch kluges Spiel der Selsingerinnen, die Bochums einzige Angreiferin konsequent anspielten, ging der vierte und entscheidende Satz erneut an das Team um Kapitänin Kathrin Gahrmann.
Nahezu chancenlos unterlag der ESV Schwerin in der letzten Begegnung dem MTSV und kann die Chance auf den Klassenerhalt nur mit zwei Siegen am letzten Spieltag wahren, wenn man auf den Tabellenfünften und –dritten der Liga trifft. Auch für den USC stehen die Chancen denkbar schlecht, da man gegen den Tabellenfüher aus Schneverdingen und den Tabellenzweiten vom Ahlhorner SV antritt und mindestens einen Sieg erspielen müsste.
Bericht: Sandra Wortmann








