Am Schlamassel gerade vorbeigekommen
In der Faustball-Bundesliga schrammte der TV Jahn Schneverdingen mit Ach und Krach an einem klassischen Fehlstart vorbei und kam beim Heimspieltag zu Sieg und Niederlage. Gegen den SV Moslesfehn gab es ein nicht unerwartetes 0:3 (10:12; 3:11; 9:11), gegen den Aufsteiger TV Voerde ein mühsames 3:2 (8:11; 11:8; 11:7; 11:13; 12:10). Mit diesem Ergebnis war das Schneverdinger Lager durchaus zufrieden, da man ohne Angreiferin Cindy Nökel auflaufen musste und die Pflichtaufgaben gelöst wurden. Dabei hatte der Spieltag schon verkorkst begonnen. Auf dem vertrauten Platz konnte nicht gespielt werden, da hier die Beregnungsanlage lief. Man musste ad hoc umdisponieren und auf den Hauptplatz umziehen. Die Tabelle hat noch wenig Aussagekraft, lässt jedoch erste Tendenzen zu. Ahlhorn und Moslesfehn unterstrichen mit jeweils zwei Siegen ihre Favoritenstellung. Von den Aspiranten auf den dritten DM-Platz ließ VfK Berlin mit 3:1 gegen den letztjährigen Ligadritten TSV Schülp aufhorchen. Hamm, Schneverdingen und Schülp bilden das Tabellenmittelfeld, ohne Punktgewinn blieben Voerde, Bochum und Eldagsen.
Beim 0:3 gegen Moslesfehn war mehr möglich
Den Ausfall von Cindy Nökel versuchte das Trainergespann mit Kristin Eggert aus der 2. Mannschaft aufzufangen. Obwohl die Nachwuchsspielerin nicht enttäuschte, konnte sie in der Position als Angabenschlägerin zu wenige Akzente setzen. Gegen den favorisierten SV Moslesfehn, der seine Hauptangreiferin Saskia Menken auf der Bank ließ, begann man verheißungsvoll, führte zweimal komfortabel, ließ sich dann jedoch das Heft aus der Hand nehmen. Der erste Satz wurde nach einer 9:6 – Führung mit 10:12 regelrecht verschenkt. Beim 3:11 im zweiten Satz ließ man sich etwas hängen, witterte im dritten Satz jedoch wieder Morgenluft. Ein Satzgewinn war durchaus möglich, die routiniertere Spielweise gab jedoch beim 9:11 den Ausschlag zu Gunsten der Gäste. Bereits hier fiel auf, dass man mehr von den Eigenfehlern des Gegners als von selbst erspielten Punkten lebte. Moslesfehn und später auch Voerde kamen erheblich besser mit dem böigen Wind zurecht. Das Zuspiel war schwierig zu bewerkstelligen und ließ einen kontrollierten Angriff kaum zu. Beim TV Jahn hatte Angreiferin Laura Marofke große Mühe, das für sie ungeeignete hohe und windanfällige Zuspiel zu verwerten. Darüber hinaus brachte die Jahn-Deckung nur eine durchschnittliche Leistung und war selten in der Lage, schwierige Bälle mit letztem Einsatz zu erreichen.
Nachdem sich Moslesfehn seiner Pflichtaufgabe auch gegen den TV Voerde souverän mit 3:0 entledigt hatte, musste der TV Jahn gegen den Aufsteiger schon an die Grenzen gehen, um dieses Spiel nicht zu verlieren. Alle fünf Sätze hatten einen knappen Ausgang, am Ende konnte der TV Jahn im fünften Satz über ein 12:10 jubeln. Dazwischen lagen beim 8:11, 11:8, 11:7 und 11:13 Höhen und Tiefen. Die Nerven der Schneverdinger Fans wurden dabei arg strapaziert. Zur Beruhigung der Situation trug auch ein Personalwechsel in der Schneverdinger Abwehr nicht gerade bei. Der Spieltag sollte schnell abgehakt werde, damit man sich optimal auf die nächsten Aufgaben gegen Hamm und Bochum vorbereiten kann.
Der TV Jahn spielte mit Carolin Christoph, Kristin Eggert, Chantal Heins, Janina von der Lieth, Laura Marofke, Louisa Neppert und Hinrike Seitz








